Kinder und ihre Integration

 

Ein Merkmal unserer Gemeinschaft ist die Präsenz vieler Kinder und Jugendlicher in verschiedenem Alter. Meistens machen die Kinder die Hälfte der Gemeinschaft aus. Die erste Beheimatung der Kinder ist bei ihren Eltern. Es ist ein immer neues Suchen und Ringen, wie wir die Kinder integrieren können, wie die Jugendlichen ihren Platz bei uns finden können. Wir fühlen uns alle verantwortlich für das Wohl der Kinder, so sprechen wir manchmal vom Prinzip der «All mothers and all fathers». Die Kinder nutzen das Netz der Gemeinschaft und suchen sich auch ausserhalb der Kernfamilie erwachsene Bezugspersonen. Und wir Erwachsene entwickeln Gefühle der Nähe und Zugehörigkeit für alle Kinder. So werden wir immer mehr zu einer Herzens-Grossfamilie. Wir versuchen, unsere Kinder als Lehrer/innen ernst zu nehmen. Statt Beiträge von Kindern als störend zu werten, wollen wir sie als wertvolle Stimme für Unausgesprochenes, Hintergründiges und Unbewusstes respektieren. Uns ist die Arbeit an uns selbst ein Anliegen, damit wir unsere Schattenanteile nicht den Kindern weitergeben. Das Miteinander so vieler Kinder, Jugendlicher und Erwachsenen benötigt auch Regeln, die Orientierung geben und von allen mitgetragen werden. Eine wichtige Basis ist unsere Absicht, einander über alle Generationen hinweg herzoffen zu begegnen.